Verfasst von: markusoliver | Dezember 24, 2015

Frohe Weihnachten


Bitte lasst uns die Politik vergessen und nun mehr Weihnachachten in Eintracht genießen.

Bitte nehmt Euch Zeit für die Euren, denkt an Eure Freunde – so wie ich es hier tue – und besinnt Euch auf die Dinge, die wirklich wichtig sind.

Ich für meinen Teil halte Euch jetzt meine ganz persönliche, offene und ehrliche Weihnachtsansprache:

A. Meine Kanzlei ist am Ende des ersten Jahres sehr erfolgreich. 

Ich habe bei einer 3-Tage-Woche nach Sozialversicherungsabgaben und allen Kosten ca. 80.000 EUR nur aus der Kanzlei verdient (ich habe zwei weitere Einkünfte  aus unselbständiger Tätigkeit) und noch Einkünfte aus Kapitalvermögen). Davon gehen noch Steuern runter. Am Ende des ersten Jahres bleiben ca. 100.000 EUR über. Nicht sehr viel – ich habe schon 250.000 im Jahr verdient -, aber angesichts der Mühen die einem im ersten Jahr der Selbständigkeit quälen und der hohen Anlaufkosten (Webseite, EDV, Möbel etc.) ist das sicherlich ein Ergebnis für das ich mich nicht schämen muss.mit dem Auto habe ich von Mitte Januar bis jetzt 26.000 km zurück gelegt.
Außerdem habe ich 2015 zwei Gesellschaften gegründet: eine Hausverwaltungsgesellschaft an der ich eine 50%-Beteiligung als Gesellschafter halte und eine Vermögensverwaltungsgesellschaft zur Thesaurierung mit Ausschüttungsverbot und Kündigungsausschluss (wichtig zur Umgehung der Sozialversicherungspflicht), an der ich 70 % halte.

Ich habe zwei Personalwechsel überstanden und nun endlich eine hochqualifizierte Fachkraft, die mir die ganze Arbeit in der Kanzlei abnimmt und super zuverlässig ist.

Sicherlich gibt es im ersten Jahr der Selbständigkeit auch immer gewisse Anlaufschwierigkeiten die einem das effektive Arbeiten erschweren und teilweise verunmöglichen, aber ich gehe in das Jahr 2016 mit mindestens 10.000 – eher 20.000 EUR – offene Rechnungen die ich noch aus 2015 abrechnen kann.

B. Meine Ehe ist am Ende

Meine Frau und ich haben uns auseinander gelebt Wir werden uns vermutlich nicht scheiden lassen, aber ich habe mir eine Wohnung gemietet in die ich mich zurückziehen und die Trennung so verfestigen kann. Es gibt einfach keine Gespräche und kein gegenseitiges Interesse mehr. Eher ein ausgeprägtes Desinteresse bis hin zur beleidigenden Verweigerung von Gesprächen durch sie. Dieser Zustand hält auch schon Jahre an, führt aber erst seit ca. einem Jahr zu zunehmenderen Konflikten. Ich weiß aber, dass von ihr aus kein anderer Mann eine Rolle spielt. Sie weiß, ich würde jeden töten der für das Scheitern meiner Ehe verantwortlich ist.

C. Ich habe mich vor ca. 4 Monaten verliebt.
Die junge Dame ist Katholikin polnischer Abstammung und gut erzogen. Sie gewährt mir Kommunikation aber bis zu meiner Trennung – ohne es auszusprechen – kein weiteres persönliches Treffen. Sie chattet mit mir seit Monaten und hat in Not auch mehrfach meine finanzielle Hilfe angenommen (ohne danach zu fragen), sie zeigt auch Interesse, will aber auch nicht mittelbar für das Ende meiner Ehe verantwortlich sein. Sie ist alleinerziehend mit einer zweijährige Tochter.

Ihr Umgang mit dem Vater der Tochter ist trotz Schwierigkeiten bei Ihrer Trennung zivilisiert und angemessen, was viel aussagt.

D. Ich werde 2016 den Lehrgang für die Vorbereitung auf das Notarexamen absolvieren.

E. Gesundheitlich ist wieder alles gut. Bis auf Übergewicht wegen mangelnder sportlicher Betätigung.

Zu den Vorsätzen im Neuen Jahr komme ich bei meiner Neujahrsansprache

Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und bleibt mir treu! Bis bald.


Responses

  1. Frohe Weihnachten!
    Kifft Broder an Weihnachten?
    http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article150329516/Die-Genderisierung-der-Menschlichkeit.html

  2. Ach, MO, ich habe mir lange überlegt, ob ich dazu was schreiben soll.

    Es ist bedauerlich, daß Deine Ehe zerrüttet ist, ich kann mir das nicht vorstellen.

    Nungut, Liebschaften mit jemandem anders habe ich nicht angefangen, genauso, wie ich nie einen Zweifel daran gelassen habe, daß ich als PAter Familias den Ton angebe. Eine Gesprächsverweigerung hat bei mir in der Vergangenheit immer zu Tätlichkeiten geführt, Niederringen, auf die Holde draufsetzen, Chauvisprüche ablassen und zeigen, daß sie keine Macht hat.

    Und was soll ich sagen: es funktioniert.

    Mein Eheversprechen war „in guten wie in schlechten Zeiten, bis das der Tod uns scheidet“. Soll ja jetzt auch eine moderne Version geben „in guten wie in schlechten Zeiten, bis ich mir’s anders überlege.“

    Trotzdem: frohes Fest und Alles Gute für’s neue Jahr!

    • Ne, nicht die Art von Gesprächsverweigerung. Das funktioniert schon noch, nein, bei den Gesprächen aus dem Bereich des Interesses.

      • Wenn „das“ noch funktioniert, und es lediglich um eine Interessendivergenz geht, dann verstehe ich das nicht.

        Weiber interessieren sich nuneinmal für andere Dinge, ich sehe darin kein Problem. Das Weib als Gefährtin, als Seelenverwandte, gegen den Rest der Welt, das ist doch Tinnef. Klar gibt es auch solche Beziehungen, wo die Interessenlage über Jahrzehnte konvergent ist, aber das hast nur ganz, ganz selten. Es ist die Lüge der Selbstverwirklichungsquarkköpfe, daß man dann weitersuchen kann und soll und sein Glück suchen kann. Zurück bleiben dann zerstörte Familien und ein Haufen Glücksritter.

        Natürlich weiß ich, daß diese Sichtweise altbacken und es en vogue ist, dann einfach getrennter Wege zu gehen, aber ich selbst habe mich immer anders entschieden. Es ist schließlich Deine Entscheidung, was Du machst, und wenn Du Dir keine getrennte Wohnung nimmst, dann gibt’s auch keine Trennung. Wie alt ist jetzt Dein Kind, 2? Und das als Familie willst Du aufgeben? Und wofür? Für ein Bild (erzkatholische usw.) einer Wirklichkeit, deren Dir unbekannte Lücken Du mit Deinen eigenen Wünschen gefüllt hast? Du zerbrichst Deine Familie (und das tust Du, denn es ist Deine Entscheidung), um den Ersatzpapi für ein anderes Kind zu spielen?

        Ich weiß selbst, daß ich hier polemisch bin, aber ich denke, daß Du Kommentare haben wolltest, denn wenn nicht, hättest Du dazu garnichts geschrieben.

      • Schon in Ordnung, Kumpel.


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