Verfasst von: markusoliver | August 19, 2014

Wie man gegen den IS gewinnt


SPON bringt einen lesenswerten Artikel über die Angriffsmethoden des IS.

„Sturmattacken wie im siebten Jahrhundert“

Im wesentlich schildert der Artikel, dass der IS Feindgebiete zunächst infiltriert, dann überrennt, dann konsolidiert und schließlich kummuliert. Soll heißen: Die machen immer weiter bis sie dort sind wohin sie wollen. Das wären in ungefähr Wien und Barcelona.

Vom ganzen Nahen Osten einmal abgesehen.

Wie man gegen eine solche Truppe gewinnt ist relativ einfach zu erklären. Zunächst ist anzumerken, dass der IS eine Idee ist die einen Sexappeal wie der Kommunismus damals hat. Junge moslemische Leute fühlen sich in Scharen zu ihm hingezogen, weil er erstmalig in ihren Leben so etwas wie „eine Chance“, ein erfülltes Leben verspricht. Sex, Drugs and Rock n‘ Roll  auf arabisch. In Form von erbeuteten Sexsklavinnen, Enthauptungen von gefangenen Feinden und hemmungsloser Wichtigtuerei gegenüber den eroberten Menschen. Für junge Männer ist alles was mit Machtausübung verbunden ist hochgradig interessant. Um so interessanter wird sie, wenn sie mit der – oftmals erstmaligen – Gelegenheit einhergeht Sex zu haben, was im Nahen Osten ja außerhalb der Ehe praktisch unmöglich ist.

Zur Verdeutlichung des Sexappeals empfiehlt sich das Video von Vice über den IS.

Es ist leicht nachvollziehbar, dass der IS weiter Geländegewinne machen wird. Er ist praktisch nicht aufzuhalten, weil er von den Menschen in der Region mit Begeisterung aufgenommen wird. Eine Idee kann man kaum bekämpfen. Jedenfalls nicht in der ersten Zeit. Um diese Idee des IS zu besiegen bedarf Zeit, welche die Menschen in der Region oftmals nicht haben.

Man wird dafür sorgen müssen, dass der IS als Idee in den Köpfen der Menschen versagt. Das wird vor allem der Fall sein, wenn sein attraktivsten Attribut verlorgen geht. Wenn er den jungen Männern nämlich keine Sexsklavinnen mehr bieten kann, wenn der Bauch nicht voll wird und der Hunger quält.

Im IS wird praktisch nicht von Relevanz produziert. Ich schrieb ja schon vor ein paar Tagen, dass dieser Krieg über die Logistik gewonnen werden würde. Einzig über die Logistik.

Ziel muss es also sein den IS zu demobilisieren. Man sollte die Straßenverbindungen ins IS Gebiet zerstören, alle Brücken, alle Stromleitungen, die Wasserzufuhr (die Türkei sollte den Euphrat aufstauen und dem IS-Gebiet das Wasser entziehen). Dann sollte man alles aus der Luft zerstören, was irgendwie nach Instrastruktur aussieht. Kraftwerke, Versorgungsleitungen, LKW usw.

Sobald sich der IS der Herausforderung stellen muss die eigenen Leute versorgen zu müssen und daher scheitert, weil er das mangels Personal und Ressourcen gar nicht kann, wird er unattraktiv für die Bevölkerung.

Man könnte auch darüber Nachdenken Biowaffen einzusetzen. Es muss ja nicht gleich Anthrax sein. Ein harmloser Durchfallerreger zum Beispiel. Irgendwas das in der doch unangenehm heißen Gegend für Flüssigkeitsverlust und Stress sorgt. Wenn das nicht gewollt ist sind hilfsweise Drohnen einzusetzen. Das ständige Drohnengeräusch mit terrorisierenden Luftschlägen demoralisiert mit einer zeitlichen Perspektive von 5 Jahren +.

Schließlich sollten alle Waren die das IS Gebiet dennoch erreichen letztendlich nicht funktionieren. Das ist ganz wichtig. Egal was das Gebiet erreicht, es muss defekt sein. Selbst der Kalk für die Häuser muss von minderer Qualiität sein.

Schließlich ist zu verhindern, dass sie mit Erdöl Geld verdienen und sich bessere Qualität kaufen. Entweder durch Eroberung (Bodentruppen) oder durch Zerstörung der Ölfelder (Luftschläge).

Mit zunehmender Demoralisierung und Verarmung des IS-Gebietes ist dann auch darauf zu achten, dass sich eine lokale Mafia etablieren kann. Gerne mit Hilfe von Geld aus dem Westen. Divide et impera ist die Devise. Es muss Leute geben, die mit Hilfe mafiöser Clanstrukturen in der Lage sind das IS-System zu brechen, die Herrschaft der alten Eliten in Frage zu stellen. Der Rest ist Geschichte, so wie bei der IRA.

Nur ist das Ganze hier sehr viel größer aufgezogen.

Und immer wieder rivalisierende Gruppen unterstützen, die sich gegenseitig abschlachten. Dazu kann man auch mit Hilfe von Geld weitere dschihadistische Gruppen bilden. Je mehr Geld die haben, desto attraktiver werden sie für die jungen Leute. Der IS selbst ist ja auch eine Nachfolgeorganisation anderer islamischer Terrorgruppen, deren Namen mir auf Grund der Vielzahl schon entfallen sind.

Für den Westen sind diese Leute natürlich keine Gegner, selbst wenn sie ein Kalifat von Marokko bis nach China errichten. Ohne Techologie keine Bedrohung. Für die Menschen dort unten sieht es natürlich anders aus. Über die Evakuierung der Christen kann man nachdenken. Der Rest sollte die „Aufbruchstimmung“ genießen dürfen.

Demnächst auch in der Türkei. Kein Scherz.

 

 

 


Responses

  1. Wäre zu ergänzen um: Lebensmittellager vernichten, Viehherden abschießen, Ernten vernichten. Darüber hinaus könnte man entlang der Flüße schöne Flutwelle erzeugen, die dürfen nur nicht so groß sein dass sie Schiitengebiet erreichen.
    Ist natürlich Völkermord und moralisch nicht zu billigen, aber mal sehn was die Kurden, Schiiten und Nusarier so machen.

  2. Den islamischen Rivalen des IS, also Kurden, Schiiten und nicht zuletzt den Alawiten von Onkel Assad wird sicher das Passende einfallen; man kann ja nachrichtendienstlich ein bißchen nachhelfen. Und deutsche Clowns wie der Steinmohr sorgen für die passende moralische Orchestrierung.

    • 🙂

    • Sie halten die Alawiten für islamisch?

      • Ich vertrete insoweit keine verschrobene Einzelmeinung.

        Die Alawiten gelten vielmehr nach allgemeiner Auffassung als schiitische Sekte innerhalb des Islams; dies erschließt sich auch aus den wenigen bekannten publizistischen Äußerungen von Alawiten und den bekannten Erkenntnissen zu ihrer geschichtlichen Entwicklung seit dem 9. Jahrhundert . Gleichwohl haben die Alawiten bislang wenig erforschte Sonderlehren als Glaubensinhalt, u. a. eine Art von Seelenwanderung mit Tendenz zur Höherentwicklung. Die Alawiten kennen eine Glaubensfolge nur aufgrund von Abstammung und eine strenge Arkandisziplin.

  3. Für die Christen müssen Schutzzonen eingerichtet werden, da nicht hingenommen werden kann, dass der Islam weitere Territorialgewinne verbucht. Außerhalb dieser Schutzzonen können sich die diversen muslimischen Gruppierungen dann nach Herzenslust ausrotten. Das sollte mit Beobachtungsdrohen übertragen werden, um das Niveau der Fernsehunterhaltung zu heben.
    Sympathisanten der Isis in Europa sollten nicht an der Ausreise gehindert werden, man sollte ihnen vielmehr den Weg dorthin erleichtern, sie aber nie mehr nach Europa lassen. Sollten sich die Kamelanbeter irgendwann ausgelöscht haben, können die Christen das Gebiet komplett übernehmen.

    Hier ist ein Anwärter für den Darwin Award: http://www.frontpagemag.com/2014/dgreenfield/james-foley-went-looking-to-support-terrorists-in-syria-instead-they-cut-off-his-head/

    „Demnächst auch in der Türkei. Kein Scherz.“

    Hat sich Claudia Roth schon für die Aufnahme des IS in die EU ausgesprochen?

  4. Was für ein krankes Pack ist bei den Bullen unterwegs? Hält jemand gegen eine islamistische Demo eine Israel-Fahne ans Fenster, wird die Wohnung gestürmt, hält jemand die schwarze ISIS-Fahne, um Antislamisten zu provozieren, wird er mit Waffengewalt von den Bullen geschützt.
    http://www.bild.de/regional/berlin/polizist/schuetzt-isis-anhaenger-mit-seiner-waffe-37220674.bild.html
    Vor diesem kranken Verräterstaat kann man sich nur noch ekeln.

    • Was soll ich sagen.


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