Verfasst von: markusoliver | Dezember 10, 2012

Leben ohne Arbeit geht auch


Das Leben ist schön! Leider muss ich noch ein letztes Mal ein Angestelltenverhältnis eingehen, aber ich genieße meine derzeitige „Arbeitslosigkeit“ in vollen Zügen!
Die Arbeit an meinem Roman geht auch voran, wenn auch langsam. Demnächst ist das erste Kapitel fertig und ich bitte dann um kritische Anmerkungen.Politik interessiert mich immer weniger. Gleichzeitig bekomme ich aus unerfindlichen Gründen ein Interesse an kommunaljuristischen Angelegenheiten. Ich weiß wirklich nicht, warum. Kommunalrecht hat mich nie interessiert, aber ich vermute es hängt mit meinen Erfahrungen von Kreta zusammen. Dort wird Politik im Grunde nur auf kommunaler Ebene gemacht und das auf wirklich hohem Niveau.
Ein Freund von mir meint allerdings, dass es wohl daran liege, dass man bei Jura ziemlich schnell alles rein juristische durchhaben kann. Schon nach kurzer Zeit würden sich die Rechtsfragen wiederholen. Was dann bliebe seien die politischen Implikationen. Und genau die seien im Kommunalrecht immens, deshalb sei es höchst interessant.Um nicht vollends zu verblöden mache ich ja schon mein Steuerberaterexamen so nebenbei. Auch in der Hoffnung, da würde sich noch irgendwas interessantes ergeben. Bis lang ist das zwar nicht der Fall, aber naja..
Steuerrecht ist übrigens weitaus einfacher als man glaubt, jedenfalls wenn man Jurist ist. Schwierig sind da eher abgefahrende Detailfragen und die viele Lernerei irgendwelcher idiotischer Erlasse. Aber ansonsten ist Steuerrecht nun wahrlich keine besondere Kunst.Tja… wie meine Leser sehen können habe ich wunderschöne schöpferische „Langeweile“ und finde langsam zu meinem „inneren“ Zentrum zurück, aus dem ich wegen regelmäßiger Erwerbsarbeit brutal herausgerissen wurde. Wollen wir mal hoffen, dass das noch eine Weile so bleibt.Liegend grüßt seine Leser
M.O.


Responses

  1. Tja, zum Selbstständigen muss man geboren sein – zum Erwerbsarbeiter aber auch.
    Diese Frage stellen sich viele, die selbstständig hervorragend arbeiten könnten, aber nie – resignieren daher im mittleren Management vor sich hin, weil das eben seit dem Schulabschluss der „vorhergesehene Lauf der Dinge“ war. Andere wiederum krebsen als Selbstständige herum, obwohl ihnen ein Angestelltenverhältnis mit betrieblicher Altersvorsorge besser läge.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg!

  2. Target-2 klettert höher und höher. Wird Deutschland nicht gerade komplett ausgezogen, wenn sich andere Target-2-Teilnehmerländer hier in Sachwerte wie etwa Immobilien, Aktien oder gleich ganze Firmen einkaufen und „wir“ – also die Bundesbank – im Gegenzug nur eine Forderung bekommen?

    • Danke! Ich schaue es mir die Tage mal an, ja? Ich muss gerade meinen Arbeitsvertrag überarbeiten, habe mit Kinderbetreuung zu tun, usw.

    • Richtig vermutet, Cui.
      Schau Dir nur mal die Übernahme Hochtief durch die spanische ACS an. Geil. Die bauen die iberische Halbinsel mit unbesicherten Krediten voll und mit dem Cash kaufen sie uns.

      Münchhausen läßt grüßen!

      Übrigens, die Target2-Forderung richtet sich mit Tagesablauf nicht mehr gegen das Schuldnerland, sondern gegen die EZB. D.h., mit ~27 % (derzeit, wird gegen 100 % gehen) gegen uns selber.

      Fröhliches Exportieren weiterhin!

      • Also richtig vermutet, hier läuft eine kalte Enteignung Deutschlands über Target-2.
        HochTief ist natürlich nur ein milliardenschweres, prominentes Beispiel dafür, denn das meiste dürfte klein-klein laufen. Ein paar Aktien hier, ein paar Mehrfamilienhäuser da…

      • Target2 ist auch nur eine Facette des großen Spiels.

        Hier noch eine: Wenn die Aktien „deutscher“ Konzerne zu 65 bis 85 % in ausländischem Besitz sind, was ist

        a) an diesen Konzernen noch deutsch?
        b) wem dient Lohnverzicht?
        c) wer bekommt Subventionen?

  3. Hahahahaha 😀

    Was meinste, wie geil das erst wird, wenn die erwahlten, die die Entwicklung antizipieren konnten (wie früher) die fast abgezahlten Eigenheime aufkaufen und die ehemaligen Eigentümer dann „ortsübliche“ Miete zahlen müssen.

    • So vielleicht:

      http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1322619/Bankkunde-schlaegt-Filialleiter-und-zertruemmert-Inventar

      • 🙂 Derzeit sind noch die lokalen Bankiers im Fokus. Bald schon werden andere in ihn geraten.

    • Falls sie mit „antizipieren“ den Edelmetallkauf meinen: Allein gestern habe ich drei Artikel zu Goldkauf/Goldbesitz nur in den deutschen Massenmedien gesehen. Wenn die Masse einsteigt, dann soll man aussteigen.

      • Genau! Vollkommen richtig! Nur geht das ja schon seit Monaten so!

      • Man kann ja die Edelmetalle, welche man vor x-Monaten oder Jahren günstig erworben hat, ruhig weiter im Kästchen aufbewahren, es wird ja nicht schlecht.
        „Aussteigen“ war vielleicht der unpassende Terminus, doch wenn Edelmetalle aber so heftig in den Massenmedien beworben werden, dann sollte man da zumindest nicht mehr groß einsteigen. Das hat für für mich ein Geschmäckle, als würde man jetzt noch ein paar Leichtgläubige suchen, denen man das Metall teuer andrehen kann, bevor die Blase platzt.
        Ich kann natürlich falsch liegen, aber so ist die Spekulation eben.

  4. Davon hatten wir es letztens, nun werden sie bissig, weil die Macht schwindet und sich das Verhältnis normalisiert:

    „Nach Ansicht des Mainzer Rabbiners Julian-Chaim Soussan hat die Debatte um die Vorhautentfernung die öffentliche Wahrnehmung des Judentums in Deutschland verändert. „Man hat von Rechts wegen die Erlaubnis bekommen, auch mal über die Juden zu schimpfen.
    Zum ersten Mal könne man „Vorwürfe gegen Juden erheben, ohne als Antisemit abgestempelt zu werden.“ Von dieser Möglichkeit machten nun verschiedene Kräfte Gebrauch. Viele Rabbiner-Kollegen seien angezeigt worden, weil sie angekündigt hatten, auch weiterhin beschneiden zu wollen.“

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article111961386/Erlaubnis-bekommen-ueber-Juden-zu-schimpfen.html

    Ich bin ja mal gespannt, wie sie diesen Gesetzesstunt hinkriegen wollen.

    • Aus Solidarität zu den christlichen Brüdern der Rastafari werd ich mir heute Abend erstmal einen schönen Joint drehen.
      Wobei…damit schade ich ja niemandem…und erst recht sorg ich damit nicht grundlos dafür, dass ein Dritter einen Großteil der Nerven an einer hochempfindlichen Stelle verliert – da ist es doch besser wenn das verboten bleibt!

      • Ich und meine Mayareligionsbrüder werden später Kukulkan huldigen und Mel Gibsons „Apocalypto“ auf der örtlichen Freilichtbühne nachspielen. Das ist schließlich unsere religiöse Eigenart, das machen wir so seit J.a.h.r.t.a.u.s.e.n.d.e.n. – wahrscheinlich sogar schon länger, als Juden ihre Söhne schneiden!

      • Ich vergaß zu erwähnen, dass bei uns nur medizinisch geschultes Personal die religiös indizierten Operationen durchführt; uns kommt nur geschultes Fachpersonal an den Obsidiandolch!
        Nur damit sich Leutheuser-Schnarrenberger keine Sorgen macht.


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