Verfasst von: markusoliver | November 20, 2012

Hund auf dem Speiseplan


Ich dachte immer, ich wäre das einzige lebende Wesen in Deutschland, das „Hund“ isst. Nein, bin ich nicht. Jedenfalls nicht mehr lange.

Ein ahnungsloser Autor auf Welt Online schlägt vor „Pyränenberghunde“ gegen Wölfe einzusetzen. Zum Schutz von Schafherden.

Das Märchen, Herdenschutzhunde könnten alleine etwas gegen ein Wolfsrudel ausrichten, hält sich hartnäckig. In Wirklichkeit hat keiner dieser Leute auch nur einen Funken Ahnung von dem, was sie da schreiben. Herdenschutzhunde funktionieren gegenüber Wölfen nämlich in aller Regel nur, wenn ein Schäfer anwesend ist. Das Prinzip ist, dass die Hunde die erste Verteidigung übernehmen und ein bewaffneter Schäfer die Wölfe dann endgültig in die Flucht schlägt. Vorzugsweise durch Tötung eines Wolfes (Abschreckungsprinzip).

Darauf zu setzen, dass zwei Köter sich alleine mit einem Rudel Wölfe anlegen und aus diesem „Kampf“ dann auch noch lebend rauskommen ist gelinge gesagt „gewagt“. In Wirklichkeit werden sich die Wölfe am Hundefleisch satt fressen. Wer etwas anderes behauptet hat noch keinen hungrigen Wolf in Aktion gesehen und schon gar nicht ein ganzes Rudel davon. Nur sehr große und sehr kampferfahrene Hunde können es schaffen gegen ein Wolfsrudel zu bestehen. Aber es ist keinesfalls sicher, dass sie einen solchen Kampf überleben.


Responses

  1. Unsere Vorfahren wussten noch, wie man solche Raubtierprobleme regelte. Ein Problembär war nur solange ein Problembär, bis er als Bärensuppe und Bettvorleger endete. Hier findet sich auch der Grund, warum heute Läufer in Mitteleuropa durch Wald und Flur flanieren können – ganz ohne natürliche Verluste.
    Ich will diese grünen Bimbos mal sehen, wie sie sich in ihren idyllischen Speckgürtelwaldrandlagenwohnungen verschanzen und ihren Kindern das spielen am Waldrand verbieten, sobald das erste Wolfsrudel in der Nähe auftaucht. Konfrontiert mit der normativen Kraft des Faktischen, werden jene als erste Lichterketten bilden und auf die Jäger schimpfen, welche sie wiederum kürzlich noch als Mörder scholten, weil sich diese an die von den Grünbimbos beschlossenen Tierschutzgesetze halten. Das war es dann mit der Bioweißweinschorle im nahegelegenen Forsthaus, wenn der kleine Noah-Torben dann vom spielen nicht mehr wiederkehrt!

    Deshalb: Daumen hoch für die Einordnung dieses Beitrages in die Kategorie: „Zunahme der Infantilität“.

  2. Die werden ja bereits von Wildschweinen terrorisiert, gegen die der Jäger nicht einschreiten darf, denn sie rudeln im Wohngebiet. Und Bekloppte füttern die auch noch.

  3. Kann man einen Finderlohn steuerlich absetzen?

    • Kommt darauf an wie hoch der Finderlohn ist. Google mal zu § 33 EStG.

      • Super, vielen Dank, aber leider reicht es nicht zum Absetzen!

        Schalke als Tabellenerster, hast du Dich schon heiser gegröhlt, oder ziehst Du noch mit den Ultras um die Häuser? 😉

      • Ich gucke gar kein Fußball mehr, keine Zeit! Das wusste ich noch gar nicht, danke!

  4. Na sowas, da bekommt Zettel eine Ehrung:

    http://www.welt.de/print/welt_kompakt/webwelt/article111307169/Bloss-nicht-verzetteln.html


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: