Verfasst von: markusoliver | August 20, 2012

Über Infantitilität


Wie komme ich jetzt nur darauf? Da tanzen ein paar infantile Schlampen irgendwo in Russland maskiert wie Clowns an einem Altar in einer Kirche, singen beleidigende Lieder und hampeln herum… geben sich einen affigen Namen und erhoffen sich auf diese Art Weltruhm… und er wird ihnen gewährt.
Die Russen lassen sich das natürlich nicht bieten und wenden ihr Strafrecht rigoros an.

Was mich wundert ist vor allem das Maß an Empörung, das ein solches eigentlich selbstverständliche Urteil in unseren infantilen Gesellschaften hervorruft. Kaum müssen sich diese unreifen Weibsbilder mal wie erwachsene Menschen für ihr Verhalten verantworten und werden eben nicht mit einem kindgerechten „Dudu“ „bestraft“, geht das – infantile – Gejaule los.

Achso, jetzt weiß ich wieder wie ich auf „Infantilität“ kam:

Da ich mein ganzes Leben nicht „geregelt“ gearbeitet, sondern – zumindest von den Uhrzeiten her gesehen – immer ziemlich „frei“ gearbeitet habe, merke ich nun, wie sehr ich unter einer „regelmäßigen“ Arbeitsverpflichtung leide. Jeden Morgen aufstehen und zur Arbeit gehen, Abends nach Hause und am Wochenende für die Familie da sein. Ich hätte mir im Traum nicht vorstellen können, dass das so anstrengend sein kann!

Teufel, ich bin an Negerleichen in Ruanda vorbeigegangen. Denen guckten teilweise Enddärme aus den Ärschen, die Hände auf dem Rücken gefesselt.

Ich habe abgehackte Beine gesehen und abgeschnittene Titten. Ich wurde von Mücken fast lebendig gefressen und habe manchmal 7 Tage lang nur sehr wenig geschlafen. Ich litt unter Nahrungsentzug und Wundbrand von der tropischen Luftfeuchtigkeit, die eine Wundheilung fast unmöglich macht.

Aber so kaputt wie nach knapp drei Monaten regelmäßiger Arbeit war ich noch nie! Das ist für mich total ungewohnt. Und ich weiß nicht, ob diese Erschöpfung nur daran liegt dass ich am Wochenende noch von meinem Zwerg nonstop auf Trab gehalten werde oder ob es wirklich nur das Regelmäßige ist. Ich kenne dieses Gefühl im Grunde nie Zeit zu haben ja gar nicht.

Ich finde es leichter und angenehmer mal 7 Tage nicht zu schlafen und zu arbeiten und dann eine Woche oder wenigstens ein paar Tage frei zu haben, als 5 Tage die Woche zur Arbeit zu gehen und dann das Wochenende viel zu schnell vorbeigehen zu sehen.

Es könnte ja alles viel schlimmer sein, das ist was mich am meisten beunruhigt! Meine Chefs und die Kollegen sind nett, es gibt nicht zu viel zu tun, die Arbeitsatmosphäre ist angenehm. Und trotzdem gehe ich am Stock!

Kind oder Arbeit, was ist nach Meinung der Leser die Ursache?

Nachtrag: Das mit der Arbeitsbelastung erinnert mich an meine sportliche Leistungsfähigkeit! In den sog. „Zirkelübungen“ war ich immer ein ziemliches Tier. Kraftausdauer oder wie man das nennen will. Beim Zirkeltraining habe ich die Leute reihenweise kaputt gemacht. Anders sah es beim laufen aus. Ich glaube der Mensch kann sich an bestimmte Belastungen sehr gut gewöhnen. Wenn er sich dann aber an andere Belastungen gewöhnen muss, leidet er wie ein Hund!


Responses

  1. Ich glaube, du bist der geborene Selbständige.

    • Ja, das glaube ich auch!

  2. Ich würde sagen die Kombination macht fertig. Meine Kleine hält mich auch auf trapp, vor allem mit 5 Uhr aufstehen.. Aber wäre nur halb so wild wenn ich nicht immer ein Auge auf sie haben muss und gleichzeitig mich auf 10 Sachen wirklich konzentrieren sollte.

  3. Das nennt man die Mühen der Ebene. 🙂


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