Verfasst von: markusoliver | Mai 23, 2012

Zigeuner und Münzsammlungen


Da hat ein Bauingenieur aus Hannover sein ganzes Leben gearbeitet und sich eine kleine Münzsammlung für 27.000 Euro über die Jahre angeschafft. Als er arbeitslos wurde, beantragt er nach einem Jahr ALG II. Als Vermögenswert gab er die Münzsammlung an. Er wurde aufgefordert diese Münzsammlung zu Geld zu machen, die sich allerdings nur mit großem Verlust veräußern ließ. Der Ingenieur berief sich auf eine ähnliche Regelung, die beispielsweise die Inhaber von Lebensversicherungen oder die Eigentümer von kleinen Häusern von der Veräußerung dieser Werte freistellt. Quelle: FAZ.

Das Bundessozialgericht gab der Behörde recht. Der Mann muss seine Münzsammlung zu Geld machen und das Geld verwenden bevor er Hartz IV bekommt.

Man kann diese Entscheidung begrüßen. Aber:

Wie kann es dann sein, dass zeitgleich Zigeuner aus Bulgarien hierher kommen und mit dem „Gewerbetrick“ hier tausende Euro abgreifen? Wie kann das sein, während der Bauingenieur, der hier Jahre über Jahre Steuern gezahlt hat, seine Münzsammlung verkaufen muss? Da geht mir der Hut hoch! Quelle: PI (wird nachgereicht sobald PI wieder erreichbar ist).

Als Arbeitnehmer kann man doch nur vor Wut explodieren! Was für beschissene Gesetze sind das hier!


Responses

  1. Es ist wirklich unfaßbar..

  2. Wieso bist Du gegen die Hartz-IV-Regelung, wenn es (angeblich) deutsch gegen Zigeuner geht? Warum bist Du nicht gegen die Hartz-IV-Regelung gewesen als sie eingeführt wurde? Ich habe damals gegen Hartz-IV demonstriert, obwohl ich selber nie betroffen war und bevor das eine Veranstaltung von Berufspennern wurde, bevor diese dämlichen „Montagsdemos“ kamen. Das Unding bei Hartz-IV ist unter anderem, dass derjeninge, der was gespart hat, gnadenlos gegenüber dem benachteiligt wird, der alles verprasst hat, was natürlich auch dessen Recht war.
    Ich hatte in der Zeit um 2004 eine „linke“ Phase, aber weder damals noch heute noch vor der Phase konnte ich Hartz-IV mit linken oder liberalen Prinzipien, auch nicht mit konservativen, die nie meine waren, in Einklang bringen.
    Hartz-IV dient nur dazu kleine Leute noch kleiner zu machen und den anderen drohen zu können.
    Liberale Politik hätte bei den Parasiten angesetzt, Bürokratie und Subventionen abgebaut.

  3. Vielleicht gibt es einen Weg, wie sich der Bauingenieur zum bulgarischen Zigeuner umstaatsbürgern und umethnisieren lassen und in Berlin ein Gewerbe anmelden kann.

  4. H4 ist das gemeinste ‚Sozialgesetz‘ was von deutschen Politikern in die Welt gesetzt worden ist. Man kann Jahrzehnte arbeiten, sparen und in die Arbeitslosenversicherung einzahlen, und wenn man dann Pech hat ist man sehr schnell alles los. So bringt man den Mittelstand auf Sozialhilfe Niveau und macht aus der Gesellschaft eine 2 Klassen Gesellschaft: wenige Reiche und Maechtige, und viele Arme die vom Staat abhaengen.

    Das Zigeuner/Tuerken/Libanese/… das H4 System ausnutzen ist letztendlich eine Randerscheinung, wenn es in D kein H4 gaebe wuerden sie einfach andere Sozialhilfen ausnutzen.

    • …dann Pech hat ist man sehr schnell alles los. So bringt man den Mittelstand auf Sozialhilfe Niveau…

      Ich kenne so dermaßen viele Idioten, die selbst jetzt noch, wo das alles klar erkennbar ist, das Spiel weiterspielen. („Es kann doch nicht sein…) Die meisten sind Akademiker.

      Neulich sah ich einen meiner ehemaligen Mitarbeiter. Er ist jetzt offensichtlich obdachlos, trauriges Bild. Wollte ihn ansprechen, er ging mir aus dem Weg. Vor eineinhalb Jahrzehnten noch hat genau dieser Mann verantwortlich, kenntnisstark, integer und blitzsauber einen Teil meiner Projekte bearbeitet (nicht „gemanagt“).

      Als Unternehmer müsste ich mich jetzt (spätestens) fragen, warum diese verlässlichen Leute auf der Straße stehen, während Andere, deren Lebensleistung = 0 ist, in den Wohnungen sitzen.

      Ein zeitadäquates, tragfähiges Geschäftsmodell erschließt sich mir jedenfalls daraus nicht.

      • Ich finde es so tragisch, dass die Akademiker so schlecht organisiert sind. Ein Freund von mir hätte mir einen Job bei einer Kanzlei in FFM besorgen wollen, die 120.000 als Einstiegsgehalt gezahlt hätte. Allerdings diese Arbeitszeiten! Unglaublich! Ich bin ja einiges gewohnt, aber eine 7-Tage-Woche mit täglichen Arbeitszeiten von 9 bis 24 Uhr (Sonntags kann man früher gehen), das finde ich happig. Der Stundenlohn liegt dann brutto bei 25 Euro oder so!

        Das lassen die sich gefallen, nein, sie prügeln sich fast noch drum!

        Also so viel Geld habe ich lange nicht rausgehandelt, dafür gehe ich um 19:00 und habe jedes Wochenende frei. Mein Stundenlohn ist höher. Die sind doch alle bescheuert.

      • Ach, MO, Akademiker sind blendend organisiert, sie haben ihre Kammern, die peinlich darüber wachen, wer noch systemkonform ist.
        Versuche doch einmal, einem berufsständischen Versorgungswerk zu entgehen. Du mußt Deine Kohle da hin schaufeln. Du zahlst im sicheren Bewusstsein, nie einen Pfennig zurückzuerhalten. Zahlst Du nicht, bist Du raus. Zulassung, Titel etc. pp. futsch.
        Wer bitte hat sich Gedanken darum gemacht, was mit uns Freiberuflern angestellt wurde? Aussaugen bis aufs Blut und wenn man dann „Rightsizing“ betreibt und den Laden anpassend verkleinert, dann kommt das Finanzamt mit „mangelnder Gewinnerzielungsabsicht“. Könnte man nicht mal „mangelnde Gewinnerzielungsabsicht“ sämtlichen Bürokratien vorwerfen?

        Das Ding ist so dermaßen im Orkus, da geht nix mehr. Außer Kleptokratie.

        Hier, zur Stützung Deiner These, das es noch etwas dauert:

        http://blog.markusgaertner.com/2012/05/25/wir-sind-langst-nicht-am-ende-der-fahnenstange-angelangt/

      • Mangelnde Gewinnerzielungsabsicht ist bei Freiberuflern immer vorhanden. Sonst kein freier Beruf, Du verstehst? Darum auch keine Gewerbesteuer.

      • Nein.

      • Als Freiberufler zahlst Du keine Gewerbesteuer, weil Du selbstverständlich keine Gewinnerzielungsabsicht hast. Hättest Du eine Gewinnerzielungsabsicht, wärst Du kein Freiberufler. So ist die Definition.

        Das Finanzamt kann Dir als Freiberufler also niemals mangelnde Gewinnerzielungsabsicht „vorwerfen“.

        Falls doch bist Du entweder kein Freiberufler ode Dein Finanzbeamter ein Idiot. Du darfst Dich nur nicht dauerhaft in die Verluste rechnen, dann gilt etwas anderes. Aber ich nehme mal an, dass Du das nicht getan hast. Das mit der Gewinnerzielungsabsicht machen zwar einige Finanzämter so, das ist aber steuerrechtlich äußerst heikel. Stichworte: Freier Beruf, Mischkalkulation, Verlustvortrag/Verlustnachtrag.
        Nachtrag: Ich verstehe aber auch schon Dein Problem damit nicht, wenn das Finanzamt Dir „mangelnde Gewinnerzielungsabsicht“ vorwirft. Du Schelm wirst doch wohl nicht über längere Zeiträume Verluste angegeben haben, um keine Steuern zahlen zu müssen. 😉 Das läuft natürlich nur, wenn Dein „freier Beruf“ als „Liebhaberei“ durchgeht. Dann musst allerdings – so wie ich – noch ein Einkommen haben, von dem Du leben kannst – außerhalb der freiberuflichen Tätigkeit, hehehe…

        hast Du nicht, oder? Du hast Dich schon um Kopf und Kragen geschrieben, mein Lieber!

      • Keine Bange. Es geht hier nicht um mich.

  5. Ofenkundig hat ein Volk die Regierung, die es verdient.


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