Verfasst von: markusoliver | März 26, 2012

7,4 %


Die Piraten erreichen im Saarland sensationelle 7,4 %. Die FDP liegt wohl nur 200 Stimmen vor der NPD.

Die Politprofis vernichtend geschlagen von ein paar ganz normalen Typen.

Wir sehen den Untergang der FDP. Ich werde diese Partei, deren Mitglied ich bis zur verfassungswidrigen Zustimmung (Stichwort: Lissabon-Urteil) ich war, nicht vermissen. Karrieristen wie Patrick Döring geben ihr endgültig den Rest.

Die FDP hat es versäumt, erfahrene und verdiente Unternehmer in ihre Partei zu holen, die den Menschen glaubhaft den Wert der Marktwirtschaft vermitteln können. Nur mit Politapparatschicks kann man die Leute nicht von den Vorzügen der Marktwirtschaft überzeugen. Dann wählen sie andere Parteien.

Es wird lange dauern, bis die FDP wieder eine Partei der Unternehmer ist. Dann aber wird sie noch einmal zurückkommen. Ob ich das noch erlebe wage ich nicht zu prognostizieren. Vielleicht muss sie erst endgültig aus allen Parlamenten gefegt worden sein. Wenn nämlich endgültig keine Aussicht auf eine Politkarriere in dieser Partei in Aussicht steht, werden sich die ganzen Apparatschicks aus der Partei zurückziehen. Dann kann der Liberalismus wieder atmen, dann kann erleben, wo er doch so lange von diesen Politclowns erdrückt wurde.

Vielleicht übernehmen aber auch die Piraten diesen Platz. Anders als viele Leser meine ich nämlich nicht, dass die Piraten sich zu einer tendenziell linken Partei wandeln werden. Dafür betonen sie nämlich die Bürgerrechte zu stark. Bürgerrechte und linke Politik haben noch nie miteinander funktioniert. Linke Politik geht nur ohne Bürgerrechte, das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.

Es kann höchstens sein, dass die Piraten versuchen mit den Bürgerrechten linke politische Ziele zu erreichen und dann mit den linken politischen Zielen scheitern und das in Kauf nehmen. Die Piraten würden das aber als gesunden bürgerrechtspolitischen Prozess betrachten. Denn was nicht ohne Eingriff in die Bürgerrechte verwirklicht werden kann, kann eben nicht verwirklicht werden.

Warten wir es ab.


Responses

  1. Das steht alles in den Sternen, vielleicht die Piraten, vielleicht die PDV. Die F.D.P. wird die Bedeutung der Zentrumspartei erhalten.

  2. Mit der Saarland-Wahl dürfte klar sein, daß die FDP die intelligentesten Wähler hatte.

    • Die konsequente, für das aktuelle Führungspersonal der FDP verheerende Abstrafung durch deren ehemaligen Wähler spricht allerdings für diese These.

  3. Was die Piraten angeht, so bin ich nach deren gestrigem Wahlsieg in einem (wenn auch kleinen) Flächenland sehr optimistisch. Ich hoffe nur, dass nicht grüne und rote Ratten bemerken, dass ihre Kähne langsam absaufen und dann das Piratenschiff zu entern beginnen, so wie es einst mit Herbert Gruhls grüner Partei geschah (vgl. die lehrreiche Darstellung in „Der grüne Verrat“ von Jean Fuchs).

  4. Ich weiß sonst nichts über den Mannheimer: http://www.pi-news.net/2012/03/strafbefehl-gegen-michael-mannheimer/
    Soll man spenden?

    • Mannheimer sollte mal den Broder fragen, welchen Anwalt er in seinem erfolgreich geführten „Freisler-Erben“-Verfahren hatte. Das wäre für ihn genau der Richtige.

    • Ach Quatsch, wozu spenden? Die haben jede Menge Anwälte!

      • Meinst Du, man wird bei P.I. abgezockt?

      • Nein! Nur wird sich doch ein Anwalt finden, der das macht!

  5. Warum machst Du das nicht, Markus?

    • Der wird schon jemanden gefunden haben. Im Umfeld ProKöln gibt es ja genug.

  6. „Anders als viele Leser meine ich nämlich nicht, dass die Piraten sich zu einer tendenziell linken Partei wandeln werden.“

    Sind die schon. Neben der Pädo-Partei (Grüne) haben wir jetzt die Perversenpartei (Piraten).

    Im Bereich Enttabuisierung machen die da weiter, wo die Grünen Feuer bekommen haben. Interessanterweise weitgehend unbehelligt.

    Volker Beck war derjenige, der in einem Beitrag zu „Der pädosexuelle Komplex“ den „Fahrplan“ dargelegt hatte. Dabei ging es zunächst ersteinmal um die Entkriminalisierung der Pädosexualität, aber auch die Aufhebung des Inzestverbotes sei ein wichtiger Schritt – nach der Gleichstellung von Homo- und Heterosexualität.

    Die Grüne Jugend Niedersachsen hat dazu ein Seminar abgehalten – das BUMS-Seminar (das hieß wirklich so!); leider ist der Bericht dazu von deren Website verschwunden (habe ich aber gesichert).

    Aus ökobolschewistischen Hirnen eiterte heraus, daß eben das Inzestverbot gegen das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung verstoße.

    Die Piraten haben richtig fetzig einen Beschluß gefaßt, ebenso die Entkriminalisierung von Inzest zu befürworten, ob der Arbeitstitel tatsächlich „Mit Ödipus auf großer Fahrt“ war, das weiß ich nciht, zu finden gibt es deren Beschluß hier: http://wiki.piratenpartei.de/%C2%A7_173_StGB


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