Verfasst von: markusoliver | Februar 8, 2012

Sowas ist ärgerlich


Jahrelang wurde ich gedrängt endlich die Truppen zu sammeln und etwas auf die Beine zu stellen. Nun soll es endlich soweit sein und noch bevor es losgeht, gehen die ersten Leute von der Fahne.

Nun ist es nicht so, dass „Nachdenklich“ unersetzlich ist. Jeder ist ersetzbar, auch ich bin es.
Aber sein enormes juristisches Wissen hätte eine große Hilfe sein können. Schließlich soll es etwas richtig Großes werden.

„Nachdenklich“ war auch der Einzige, von dem ich sicher weiß, dass er sehr viel Ahnung vom Beamtenrecht hat und gerade dabei brauche ich im Moment Hilfe. Mit droht eine nicht unerhebliche Gefahr und nun muss ich mich den Widrigkeiten ohne Hilfe stellen. Nun denn, warten wir mal ab, wie sich die Dinge entwickeln.

Hoffentlich dreht mein Dienstherr nicht durch und lässt alles so wie es jetzt ist. Billiger als es jetzt für ihn ist, wird es nie wieder. Aber man weiß nie, die Apparatschicks sind manchmal unberechenbar. Obwohl es auch nette gibt. Aber das System fordert eben einen Preis und der ist nur allzu oft die Rationalität.

Als England im Zweiten Weltkrieg in Not war und seine staatlichen Institutionen schlecht organisiert und daher nicht in der Lage waren das Land zu verteidigen, war es Admiral Hugh Sinclair, der aus seinem Privatvermögen ein Anwesen etwa 60 km nordwestlich von London kaufte, sämtliche Regularien ignorierte, Wachmannschaften eigenmächtig abkommandierte und in Bletchley Park die schlagkräftigste, geheimste und mit großem Abstand erfolgreichste Geheimoperation in der Geschichte der Menschheit aufbaute. Er zwang mit sanftem Druck die bekanntesten Wissenschaftler der damaligen Zeit – unter Androhung der Erschießung bei Geheimnisverrat -, in seinem Projekt mitzuarbeiten. Die Lebensmittel, die es damals nur auf Bezugskarten gab, ließ Admiral Sinclair stehlen, denn auf legalem Wege wäre es ihm unmöglich gewesen selbige unerkannt zu bekommen.

Es war ein Privatunternehmen, das Großbritannien rettete. Sinclair machte das ganz allein, ohne jede Hilfe, nur mit seinem Privatvermögen und an den staatlichen Stellen vorbei.

Als im Irakkrieg absehbar war, dass die Verluste der US-Truppen den amerikanischen Bürgern nicht vermittelbar waren, da war es ein ehemaliger Navy Seal, der die rettende Idee hatte. Er organisierte die größte Ansammlung von Söldnern, die es bislang gegeben hatte.

Und nun im Jahr 2012 werde ich es sein, der ein Riesenunternehmen aus eigener Kraft gründet, um dieses Land von seinen üblen Strukturen zu befreien. Ich schere mich nicht um bestehende Strukturen, auch nicht um parteipolitische Verbindungen. Mir ist auch egal, was die Presse sagt, denn ich gehe nicht an die Öffentlichkeit. Ich will nicht einmal selbst in die Politik.

Und nur noch ein paar Beamte können mich noch ein paar Monate aufhalten. Wollen wir mal hoffen, dass sie die Füße stillhalten und das Beste für ihr Land tun: Gar nichts.

Warten wir mal ab. Jedenfalls geht mir jetzt Nachdenklich von der Fahne, sehr ärgerlich! Für Deutschland!

Nachtrag: Nur noch ein paar Zeilen dazu, warum ich weiß, dass es mit staatlichen Stellen nicht funktioniert.

Die sind alle komplett unprofessionell und im Grunde auch handlungsunfähig. Ich habe mehrere Jahre als Polizist und einige nur auf dem Papier als Polizist gearbeitet. Ein Verwandter ist hoher Beamter in einem bedeutenden Ministerium. Ich kenne diesen Staat wirklich sehr gut. Was ich in all den Jahren erlebt habe, glaubt mir kein Mensch. Nicht weil die Geschichten wie die von James Bond wären, sondern eher weil ich Unprofessionalität in einem Ausmaß erleben durfte, das einem den Atem verschlägt.

Das der gewöhnliche Polizeibeamte mit einer Ausrüstung arbeiten darf, die man in weiten Teilen als Müll bewerten darf… geschenkt. Welche Bedeutung hat schon ein Polizist? Sicher, meine staatsnahen Leser werden sagen, dass das so nicht geht und ein Polizist doch schon eine gewisse Aufgabe habe und er vernünftig ausgerüstet sein müsse. Ich kann nur sagen, liebe Leser, Ihr habt keine Ahnung wo der Schuh drückt!

Da müssen Staatssekretäre ohne Satellitentelefone auskommen, Linienflüge nehmen und in wichtige Besprechungen übernächtigt und verkatert gehen. In Krisenländern gibt es – wenn es gut läuft – vielleicht den einen oder anderen gepanzerten Wagen. In Krisenzeiten „sogar“ Schutz durch Beamte der GSG 9. Die sind dann allerdings unter alle Sau ausgerüstet und wenn es wirklich ernst wird, taugen diese Leute höchstens als Lustknaben für die Warlords, wie man im Irak erleben durfte, die Leiche eines GSG 9 – Beamten hat man heute noch nicht gefunden.

Die Botschaften müssen um ihre Mobiliar feilschen und betteln. Alles ist äußerst knapp bemessen. Bei Flugreisen und Spesen wird geläufig ein Aufstand gemacht, dass man wahnsinnig wird.

Nur bei wirklich heiklen Angelegenheiten wird auf „schwarze“ Kasse zurückgegriffen und Geld spielt dann keine Rolle. Dafür gibt es dann aber auch keinerlei Unterstützung. Schließlich darf niemand von der Existenz der Kassen erfahren.

Mich hat es nicht im Geringsten gewundert, dass man bezüglich des NSU zu nichts in der Lage war. Sicher, wie man meinem PDF bislang entnehmen darf, war das auf Grund der Tatausführung auch naheliegend. Aber das ist ja nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte ist, dass es auch strukturelle, ganz grundlegende Probleme in den Sicherheitsbehörden gibt und sie selbst dann wenn sie wollen oder um Umstände wissen, nicht in der Lage sind effektiv zu operieren. Das liegt daran, dass es viel zu viele politische Einflussnahmen gibt. Und dann die behördeninternen Kämpfe um die nächsten Beförderungen.

Oder verlassen wir mal den Sicherheitsbereich. Gehen wir mal in die Wirtschaftsministerien. Was läuft denn da bitte? Oder vor allem wie soll etwas laufen, wenn ein Googleberg zum Bundeswirtschaftsminister gemacht wurde? Glaubt irgendjemand, dass es sich in den unteren Rängen anders verhält? Ich weiß zum Beispiel, dass selbst Stellen als Regierungsräte (Besoldungsstufe A 13, Eingangsamt für Akademiker, also Berufsanfänger ohne Bedeutung) nach parteipolitischen Erwägungen vergeben werden. Diese Leute werden aber auch befördert, die Inkompetenz hat sich schon strukturell dermaßen verfestigt, das nichts mehr möglich ist.

Es ist ja nicht nur die Inkompetenz. Mit der Inkompetenz geht ja auch eine Denkweise einher. Diese Leute denken nicht so, wie sie denken müssten. Sie sind häufig an ihrer Materie überhaupt nicht interessiert, weil sie den öffentlichen Dienst nur deshalb gewählt haben, weil es dort sichere Jobs gibt. Wer sich aber für das was er tut nicht wirklich interessiert, der muss Interesse vortäuschen. Vorgetäuschtes Interesse lenkt aber die gesamte Arbeit weg von den eigentlich wichtigen Fragen. Kurz: Es kommt nur Scheiße dabei heraus!

Ich habe hier Leser, die sehr erfahren sind was das Baurecht angeht. Die haben mit Sicherheit auch genug Beispiele. Bitte ruhig kommentieren!

Aber zurück zum Thema: Dieser Staat ist auf Grund der Vielzahl von Idioten, die ihn repräsentieren, nicht mehr von innen reformierbar. Es geht nur noch auf meine Art!
Natürlich gibt es auch hier und dort sehr lobenswerte Ausnahmen. Aber es sind eben nur die Ausnahmen und wenn man mit den Leuten im Vertrauen spricht, dann bemerkt man, dass sie sich auch als Opfer des Systems fühlen. Toll ist das bestimmt nicht, mit lauter inkompetenten und im Grunde nutzlosen Leuten zu tun zu haben.

Nachtrag2: Entwarnung bezüglich Nachdenklich. Mehr kommt dazu aber nicht.


Responses

  1. Ist doch noch Kontakt mit Nachdenklich zustande gekommen und er hat abgelehnt?

    • Es ist gar kein Kontakt zustande gekommen.

  2. Da wird der BND-Neubau in Berlin (Baukkosten ~ 2 Milliarden) teurer als der Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt. An der Mittelausstattung kann es also nicht liegen.

    Es kann nur die Inkompetenz sein.

  3. Ich hoffe es hat sich keiner unter dem Namen „Nachdenklich“ bei Ihnen gemeldet. Er war es definitiv nicht. Glauben Sie mir! Mehr kann ich derzeit aber leider nicht sagen.

    • Schluss mit der Geheimniskrämerei. Vor mir muss niemand Angst haben. Jedenfalls nicht solange er mich nicht provoziert.

  4. Sind Sie online?

    • Nein, war ich nicht. Aber Sie können in aller Ruhe auf die Mail antworten, die ich ihnen schickte. Oder sich telefonisch melden.

      • Darum ging es. Mail setzt Mail Adresse voraus. Wir können über die jetzt hinterlegte Mail-Adresse kommunizieren.

      • Darum ging es. Mail setzt Mail Adresse voraus. Sie können mich unter der jetzt hinterlegten Mail-Adresse erreichen

  5. Darum ging es. Mail setzt Mail Adresse voraus. Sie können mich unter der unten angegebenen Adresse erreichen.

    Und falls dieses Posting zu dritten Mal erhalten. Mein Internet spinnt heute.


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