Verfasst von: markusoliver | September 13, 2010

Die Uni Greifswald


Die Uni Greifswald hat also ein Kleidungsverbot wegen eines Professors beschlossen. Eigentlich in unglaublicher Vorgang. Ich kannte diesen Prof. Dr. jus. utr. Ralph Weber noch gar nicht. Ein Blick bei Amazon zeigt, dass er kein ganz unbekanntes Lehrbuch zum allgemeinen Schuldrecht mit verfasst. Was man über ihn sagt ist, dass er wohl in Kontakt mit Leuten von der NPD und der DVU getreten sein soll, um die Chancen für eine neue Rechtspartei auszuloten. Ich mag das bei einem Prof. Dr. jus. utr. eigentlich kaum glauben. Aber nun gut, wer weiß schon um was es bei diesem Gespräch genau ging.

Dass er Kleidung von Thor Steinar trägt, mag ich ihm nicht vorwerfen. Bei einem solchen Menschen liegt der Verdacht nahe, dass er eine bestimmte politische Position nur zur Provokation einnimmt. Vor allem wenn man mal bedenkt bei wem der sich habillitiert hat. Das war nämlich bei Hoyningen-Huene. Ich bin mir nicht sicher bei welchen von beiden, der Jura-Professor ist weniger bekannt. Aber sein Verwandter hat ein Standardwerk zur formalen Logik geschrieben, das auch bei mir im Schrank steht.

Den Weber muss ich bei Gelegenheit auch noch mal kennenlernen.


Responses

  1. Die Uni nutzt die übliche Nazikeule, weil Kollege Weber ein sehr engagierter Professor ist, der sich – gegen die Unileitung – für seine Fakultät und die Studenten eingesetzt hat.

    Lesen Sie einmal folgendes veröffentlichtes Schreiben von Professor Weber.

    https://t3-hgw-rsf.rz.uni-greifswald.de:8006/fileadmin/mediapool/lehrstuehle/weber/lehre/Abschied.pdf

    Darum – und nur darum – geht es in Greifswald! Und wie immer wenn die Argumente ausgehen (sogar wenn es „nur“ um den Fortbestand einer juristischen Fakultät geht) wird versucht andere Meinungen mit der Faschismuskeule zu erschlagen.

    Wäre vielleicht auch einen eigenen Beitrag bei Ihnen (wenn Sie Interesse haben) oder Kewil wert.

    Würde mich freuen, wenn die Stasi-Methoden der dortigen Hochschulleitung an die Öffentlichkeit kämen.

    • Klar doch, gerne! Schreiben Sie ihn und ich veröffentliche ihn! Sie können ihn als Kommentar einstellen, ich stelle ihn dann als Artikel mit ihrem Nick ein!

  2. Ja, es ist wirklich schlimm, vor allem was die Asta/StudentInnenräte so diskutieren.
    Ich erlebe das auch regelmäßig, ein Freund ist studentischer Senator in der Selbstverwaltung. Leipzig ist ja auch so eine „alternative“ Hochburg für Gesellschaftsumerziehung.
    Im StudentInnenrat sind dann die juristisch geschulten Vertreter auch die permanente Opposition, weil linke Sziologie- bis Physikstudenten sehr rasch zu Allmachtsphantasien neigen und meinen allen anderen alles vorschreiben zu dürfen, ohne dass das juristisch überprüfbar wäre.

  3. @ Nachdenklich

    Prof. Weber ist ja ein Schelm. Einen Professor, der die Böhsen Onkelz zitiert, habe ich ehrlich gesagt noch nicht erlebt:

    Denn der sich hinter der wichtig klingenden Bezeichnung „Wirtschaftsjurist“ versteckende Bachelor in Jura ist eben kein juristischer Grad, der die Befähigung zum Richteramt verleihen würde, sondern Jura light für Sachbearbeiter in Wirtschaft, Versicherung und Banken, die hier aber mit den vielen mit eher schlechtem Staatsexamen besser qualifizierten Volljuristen um die wenigen Plätze konkurrieren – also eine Ausbildung mit und für die Arbeitslosigkeit. Das hat diese Fakultät nicht verdient. Und diejenigen, die ihr das antun, sie in die 2. Liga der Fakultäten verbannen und Universität wie Ministerium damit das Feigenblatt belassen, die Juristische Fakultät ja gar nicht geschlossen, sondern nur den Staatsexamensstudiengang genommen zu haben, verdienen dafür weder Respekt noch Mitleid, denn sie wissen, was sie da tun! Ein ehrenvolles „Nein“ zu solchen Plänen wäre besser gewesen – ganz nach dem Motto: „Lieber stehend sterben als knieend leben“ (Böhse Onkelz). Deshalb bleibt auch kein Wunsch nach Erfolg für diesen Studiengang, sondern die Hoffnung, dass die potentiell hier „Wirtschaftsjurist“ Studierenden erkennen, dass sie als Feigenblatt missbraucht und in die Arbeitslosigkeit ausgebildet werden.

    Sie hassen ihn, weil er recht hat.

    • Ja, also was dieser „Wirtschaftsjurist“ sein soll, weiß ich auch nicht. Dieses Studium wird doch bald wieder eingestellt, wenn man erkannt hat dass dieses Studium komplett sinnlos ist.

  4. […] mutmaßt der Meinungssöldner, der selbst Jurist ist. […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: